Freitag, 1. November 2013

H1 VTV Horw vs. VBC Luzern

„Geduld ist eine gute Eigenschaft. Aber nicht, wenn es um die Beseitigung von Missständen geht.“


Dann stellt sich die Frage, wo Komplikationen aufhören und Missstände beginnen. Wir hatten nach unserem Startsieg gegen Obwalden unsere Köpfe und unsere Vorstellungen wohl etwas zu hoch getragen. Buochs setzte uns im zweiten Spiel unerbittlich K.o., Ruswil gewährte uns im Dritten keinerlei Rehabilitation und in Zug sicherten wir uns zwar mit Dusel zwei Punkte, doch auch das vierte Spiel befriedigte unsere hohen Ansprüche nicht vollends.
Man hätte also, zumindest nach Spiel zwei und drei, getrost von einer Krise sprechen können, doch wir wussten diese Ohrfeigen wohl richtig einzuschätzen und verfielen nicht in blinde Panik und behielten somit, grossmehrheitlich, eine nicht immer ganz einfache Ruhe und Geduld. Obwohl wir zurzeit über verletzte Spieler verfügen und noch einen unglücklichen Abgang verzeichnen mussten, waren wir für das Spiel gegen den bisher noch ungeschlagenen Spitzenreiter aus Luzern top motiviert. Dank Beni und Luki konnten wir zudem auf zwei starke Ergänzungen setzen.

Gegen Luzern zu spielen, ein Derby unter Freunden, mit einigen ehemaligen VBC’lern im Team, ist sicherlich nichts Alltägliches und benötigte wohl keinen zusätzlichen Ansporn. Pädi versuchte uns dennoch mit der Aussicht auf eine Kür, heiss zu machen. Es gelang ihm! Wir starteten unglaublich stark in die Partie, verbuchten viele Punkte, fanden oft den direkten Punkt und profitierten von Fehlern der Gäste. Mitte des ersten Satzes war unser Vorsprung bereits so gross (7 Punkte), dass sich wohl unser Adrenalinspiegel langsam zu senken begann. Wir schaukelten „das Ding“ zwar noch locker nach Hause, konnten im zweiten Satz aber nicht mehr an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen. Wir agierten langsamer und mit weniger druckvoll. Wir schalteten einen Gang zurück, Luzern hingegen senkte seine Fehlerquote und erzeugte viel Druck über die Mitte. Wir fingen uns zwar mit der Zeit wieder, konnten Luzern den zweiten Satz aber nicht mehr streitig machen.

Ab diesem Zeitpunkt begann ein Kampf. Erzähler mit Hang zur Dramaturgie würden von einer heroischen Schlacht sprechen. Als Realisten nennen wir es mal eine äusserst unterhaltsame, qualitätsreiche 3. Liga- Partie. Luzern hatte weiterhin seine starke, schwer zu bändigende Mitte und ihre Routine in der Verteidigung und wir überzeugten mit einer wendigen, von Fede bravourös angeführten Defense und taktisch klugem Angriffsspiel. Wichtige, lange, oft schmerzhafte Punkte gelangen zwar beiden Teams, uns aber wohl einige Male öfters. Obwohl man nie das Gefühl einer deutlichen Partie bekam, setzten wir uns in beiden Sätzen, mal deutlicher, mal knapper, von den Gästen ab.

Unsere beste Saisonleistung führte uns somit zum Sieg und stösst Luzern vom Leaderthron. Diese Einstellung müssen wir nun nächste Woche nach Schüpfheim mitnehmen, wo die nächsten drei Punkte das Ziel sein müssen!

VTV Horw : VBC Luzern 3:1 (25:16 / 21:25 / 25:17 / 25:22)

Für Horw: Pädi, Fede, Sam, Beni, Luki, Nicolas, Christoph, Adi

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